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Nicht maßstabsgetreu, keine politische Karte.
Ostindien
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Elegantes Kolkata, Spiritualität und friedliches Hochland
Unbestrittenes Zentrum des Ostens ist Kolkata (Kalkutta), die ehemalige Hauptstadt von Britisch-Indien. Dass hier einmal das Herz des britischen Riesenreiches pochte, ist vor allem im Zentrum deutlich zu spüren. Politik und Pomp, Regierungs- und Verwaltungspaläste, Villen und Gedenkstätten, großzügig angelegte Parks und Plätze und zahllose Statuen von Gouverneuren erinnern an die Präsenz des britischen Empires seit 1774. Wenngleich die Stadt durch britisch-koloniale Eleganz begeistert, die sich in ihrer Architektur, den Gärten und legendären Cricket-Plätzen widerspiegelt, sprüht sie auch vor künstlerischer und spiritueller Leidenschaft, die unverkennbar bengalischen Ursprungs ist. Kolkata pulsiert heute als Industriestadt, Kulturzentrum des Ostens und bedeutender Wallfahrtsort der Hindu. Mit dem Kalighat ist hier einer der wichtigsten Tempel zu Ehren der Göttin Kali beheimatet.
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In deutlichem Kontrast zum riesigen Kolkata steht Gangtok, die Hauptstadt von Sikkim. Die kleine Metropole liegt an einem uralten Handelsweg von Indien nach Tibet. Auf einer Reise durch Sikkim erwarten unter anderem das Rumtek-Kloster, das Dharma-Chakra-Zentrum, das Namgyel-Institut, das Enchey-Kloster, der Du Drul Chörten und der Aussichtspunkt Tashi darauf, besucht zu werden. Nicht weit entfernt sind das Phodong-Kloster, eines der größten Klöster Sikkims, sowie das berühmte Labrang-Kloster.
Mindestens ebenso attraktiv wie Kultur und Bauwerke sind die landschaftlichen Reize Ostindiens. Besonders deutlich wird das beim Wandern in der Hügellandschaft im Norden, die eine besondere Gelassenheit ausstrahlt. Dort liegt gut 2000 Meter über dem Meeresspiegel zum Beispiel Pelling, das berühmt ist für den fabelhaften Blick auf die schneebedeckten Berge von Khangchendzonga. Hier starten auch viele attraktive Wanderwege.
Noch eine Stufe bekannter ist Darjeeling, das in mehr als 2000 Metern Höhe auf einem Bergrücken an der Grenze zu Sikkim liegt. Es ist durch den in der Umgebung angebauten Darjeeling-Tee weltberühmt geworden und bietet bei Trekkingtouren fantastische Ausblicke auf die Himalaya-Berge, etwa auf den 8.574 Meter hohen Kanchenjunga. Der Sonnenaufgang über den Bergen, der hier zu sehen ist, gilt als einer der eindrucksvollsten auf dieser Erde. Zusätzlich liegen in der Region einige interessante Buddhisten-Klöster, wie zum Beispiel in Ghoom, wo das Standbild des Maitreyee Buddha als Heiligtum verwahrt wird.
Für viele Buddhisten von noch weiter reichender Bedeutung ist der Ort Bodhgaya. Hier steht eine der heiligsten Stätten des Buddhismus, der Mahabodhi-Tempel. In diesem wächst der Überlieferung zufolge ein Abkömmling jener Pappel-Feige, unter der Siddhartha Gautama um das Jahr 500 vor Christus die Erleuchtung erlangte. Im angrenzenden Muchalinda-Teich steht eine Skulptur, die Buddha überragt von einer Königskobra und auf einer Lotusblüte sitzend zeigt. Der gesamte Ort, der seit 1953 ein internationales buddhistisches Pilgerzentrum ist, wurde 2002 in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen.